Der von “pro-NRW” groß angekündigte “Antiislamisierungs-Kongress”, welcher Nazis aus ganz Europa zusammen bringen sollte, war mal wieder ein großer Witz. Gerade mal 200 Nazis kamen auf dem massiv abgesicherten “Barmer-Platz” zusammen, um sich gegenseitig ihre altbekanten Slogans entgegenzurufen. Tausende von Gegendemonstranten zogen durch die Stadt, um für Demokratie und Freiheit einzutreten, während den Nazis nichts anderes übrig blieb, als sich immer in der Nähe des polizeilich gesicherten Bahnhofs aufzuhalten.
Ich für meinen Fall kann nur vom Geschehen am Ost-Eingang des Deutzer Bahnhofs, welcher direkt am Barmer Platz liegt, berichten.
Die offiziellen Polizei- und “ProNRW”-Verlautbarungen sagten, dass die Veranstaltung für jeden offen sein würde, man müsse bloß durch eine Sicherheitskontrolle durch. Wir als interessierte Büger fanden uns also um ca. 9.00 an einem der Eingänge ein. Doch schon nach einer halben Stunde und ca. 50 durchgelassenen Interessierten sagte die Polizei, dass keiner mehr rein käme, die Sicherheit könnte nicht mehr gewährt sein. So befanden sich im Endeffekt ca 150-200 Nazis und 50-100 Gegendemonstranten auf dem Platz. Die Rechten wurden in ein weitabgeschirmtes Zauncarré geführt, welches von vier Polizeiketten hermetisch abgeriegelt wurde.
Von uns aus konnte man das Geschehen nicht genau verfolgen, doch riefen sich die Rechten ihre gegenseitig bekannten Parolen zu, während sich die Linken drum herum über sie lustig machten.
Der ursprüngliche Plan von “ProNRW”, eine öffentliche Veranstaltung abzuhalten, bei der sie ihre ausländerfeindlichen Wahlkampfslogans auch zufälligen Passanten präsentieren könnten war somit gescheitert.
Wie erwartet waren auch die Leute von political incorrect da, einem anti-islamischen, rechts-populistischen Blog. Obwohl sie sich immer als Hüter der Demokratie aufspielen, stellten sie sich freiwillig mit den Rechtsradikalen von Vlaams Belang auf den Platz. Vlaams Belang gilt als extrem gewalttätig, so wird ihnen unter anderem der Doppelmord an einem 2-jährigen Mädchen und einer Afrikanerin angelastet. Die Betreiber von political incorrect scheint dies nicht zu kümmern.
Die ca. 50 Leute, welche am Ost-Eingang des Deutzer Bahnhofs ausharrten sorgten mit Sprechchören und Trillerpfeifen dafür, dass die Rechten bei ihrer Ankunft, als auch bei ihrer Abreise zu spüren bekamen, dass sie in Köln nicht erwünscht sind. Den Rechten blieb nichts anderes übrig als sich völlig von der Polizei abgeschirmt aus direktem Weg wieder aufs Bahngleis zu begeben und die Heimreise anzutreten.
Ihren nächsten “Anti Islam Kongress” wollen sie in Jerusalem abhalten. Köln, soviel scheinen sie gelernt zu haben, will sie nicht.
In der Galerie gibts noch ein paar Impressionen:
Und hier noch was zur Selbst- und Fremddarstellung von Pro-Köln. Manche leiden einfach an Realitätsverlust…
- Kölner Stadt Anzeiger – Berichterstattung
- “Pro-Köln” – Berichterstattung
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